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Die Dissertation - ein Überblick

Dissertation (von lat. Dissertatio: Auseinandersetzung, Erörterung, ausführliche Besprechung)

Die Bezeichnung Dissertation steht für die Doktorarbeit oder Doktorschrift. Derjenige, der an eben dieser arbeitet, wird Doktorand, Promovend oder (österr.) Dissertant genannt. Die Erarbeitung der Dissertation wird als Promotion bezeichnet.

Voraussetzung für eine Dissertation
Die Voraussetzung für die Erstellung einer Dissertation ist ein erfolgreich abgeschlossenes Diplom-, Master- oder Magisterstudium an einer Universität. Vereinzelt lassen einige Promotionsordnungen auch Absolventen von Fachhochschulen oder Berufsakademien zur Promotion zu. Generell muss die Abschlussnote häufig überdurchschnittlich gut sein bzw. die Note 2,0 (gut) stellt in den meisten Fällen die Mindestvoraussetzung für eine Zulassung zur Promotion dar. 

In einigen Fällen – dies kann sogar innerhalb einer Universität von Fachbereich zu Fachbereich differieren – kommen weitere Zugangsvoraussetzungen hinzu. Dabei kann es sich um den Nachweis über den Besuch ausgewählter Seminare handeln oder in Bezug auf bestimmte Fächer um Sprachnachweise (beispielsweise Latinum/Graecum). 

Interne vs. Externe Dissertation
Bei der Erarbeitung einer Dissertation wird zwischen interner und externer Dissertation unterschieden.

Intern: In diesem Fall ist die Promotion verbunden mit einer bezahlten Anstellung am Lehrstuhl. Dies ist insbesondere im naturwissenschaftlichen Bereich bzw. bei experimentellen Arbeiten häufig der Fall. Der Doktorand sowie seine Arbeit werden in den Forschungsbetrieb und Forschungsverlauf eines Hochschulinstituts eingebunden. 

Extern: Bei einer externen Dissertation ist der Kontakt des Doktoranden zur Universität auf den Besuch regelmäßiger Sprechstunden und somit auf das Betreuerverhältnis von Doktorand und Professor beschränkt. Der Doktorand ist in diesem Fall nicht an der Hochschule angestellt. 

Zeitrahmen 
Die Dauer des Promotionsverfahrens (bis hin zur Dissertation) beträgt im Durchschnitt drei bis fünf Jahre. Häufig verzögert sich der zunächst anvisierte Termin durch die zusätzliche Arbeit im Institut bzw. in Nebenjobs.

Erste Schritte zur Dissertation
Bei einer externen Dissertation steht meist die Wahl des Betreuers an erster Stelle, sofern der Absolvent nicht direkt nach seinem Abschluss von seinem ehemaligen Abschlussarbeitenbetreuer das Angebot zur Promotion erhält. Dies ist häufig bei einer internen Dissertation der Fall, zuzüglich des entsprechenden Angebots zur Anstellung am Institut. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, sich auf ausgeschriebene Promotionsstellen an Universitäten zu bewerben.
Sobald sich Betreuer und Doktorand über die genauen Inhalte sowie den Forschungsablauf verständigt haben, kann die Anmeldung des Promotionsvorhabens beim Promotionsausschuss der Universität erfolgen.

Anfertigung einer Dissertation/Ablauf der Promotion
Im Gegensatz zur Examensarbeit, die im Regelfall lediglich den aktuellen Forschungsstand widerspiegeln soll und unter Anleitung von Hochschullehrern erfolgt, wird von einer Dissertation erwartet, dass sie eine eigenständig erbrachte, mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen abgeschlossene Forschungsleistung dokumentiert. 

Während der Doktorand an seiner Dissertation arbeitet, muss er häufig noch weitere Pflichten erfüllen wie z.B.:

  • Speziell auf Doktoranden ausgerichtete Seminare besuchen
  • Fachpublikationen veröffentlichen
  • Beim Lehrangebot des Lehrstuhls mitwirken (Klausuren erstellen und korrigieren, Übungen halten, Skripte erstellen oder überarbeiten)

In der Regel gehört in Deutschland der Besuch von normalen Lehrveranstaltungen nicht zur Promotion. Es existiert jedoch die Ausnahme, dass ein Doktorand in einem Fach promoviert, das er nicht studiert hat. In diesem Fall ist er angehalten, begleitende Lehrveranstaltungen zu besuchen und auf diese Weise ein sogenanntes Promotionsstudium zu absolvieren.

Abschluss der Promotion
Zum erfolgreichen Abschluss einer Promotion gehört neben der Dissertation entweder noch ein Rigorosum (eine eingehende mündliche Prüfung) oder eine Disputation (auch Defensio genannt; eine öffentliche Verteidigung der Arbeit).

Rigorosum: Ein Rigorosum erstreckt sich neben dem eigentlichen Fachgebiet auch auf benachbarte Fachgebiete. Als Prüfer fungieren drei bis fünf Hochschulprofessoren oder -dozenten, darunter der Gutachter der Dissertation.

Disputation: Bei der Disputation handelt es sich um einen (hochschul-)öffentlichen Vortrag von etwa 20-30 Minuten, der meistens den Inhalt der Dissertation zum Thema hat. In seltenen Fällen wird jedoch verlangt, dass er fachfremd ist (bekannt hierfür sind die philosophischen Fakultäten in Kiel und Tübingen). Generell folgt dem Vortrag eine etwa einstündige Diskussion bzw. Befragung des Doktoranden. 

Sind sowohl Dissertation als auch Rigorosum bzw. Disputation positiv bewertet worden und der Doktorand hat bestanden, dann erhält er ein Zeugnis. Er ist jedoch noch nicht berechtigt, den Doktortitel zu tragen. In einigen Fällen lassen es Promotionsordnungen zu, dass für die Zeit bis zur Verleihung der Doktorwürde der Titel „Dr. des“ (doktor designatus) getragen werden darf.

Verleihung der Doktorwürde
Der Doktorgrad wird von der entsprechenden Fakultät verliehen. Offiziell darf sich der Promovend jedoch erst Doktor nennen, wenn er seine Doktorarbeit auch publiziert hat. Gemeinsam mit der Doktorwürde wird die Grundvoraussetzung für eine Habilitation erworben.

Benotungsskala der Promotion
Normalerweise gelten bei einer Promotion folgende Benotungen:

  • Summa cum laude („mit höchstem Lob“, „mit Auszeichnung“); entspricht einer 0,5 – 0,7 auf der Notenskala
  • Magna cum laude („mit großem Lob“, „sehr gut“); entspricht einer 1,0 auf der Notenskala
  • cum laude („mit Lob“, „gut“); entspricht einer 2,0 auf der Notenskala
  • rite („regelmäßig“, „befriedigend“, „genügend“); entspricht einer 3,0 auf der Notenskala
  • insufficienter/non sufficit/non rite („ungenügend“), sub omni canone („unterhalb jeden Maßstabs“); entspricht einer Bewertung schlechter als 3,0 auf der Notenskala

    In der Schweiz gelten die gleichen Bezeichnungen, lediglich die entsprechenden Noten sind entgegengesetzt. Summa cum laude entspricht hier einer 6 auf der Notenskala, magna cum laude einer 5 usw. In Österreich wird zur Benotung der Promotion das klassische Notenschema genutzt: von 1 („sehr gut“) bis 5 („nicht genügend“).

Veröffentlichung der Dissertation
In Deutschland ist, wie in vielen anderen Staaten auch, die Veröffentlichung der Dissertation Pflicht und ein fester Bestandteil des Promotionsverfahrens. Einzelheiten werden von der entsprechenden Promotionsordnung geregelt. Generell gilt, dass der Promovend eine bestimmte Anzahl an Exemplaren an seine Fakultätsbibliothek oder an die Universitätsbibliothek abzuliefern hat. Der Eingang dieser Exemplare bei der Bibliothek gilt meist zugleich als Nachweis über die Veröffentlichung.


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